Dies ist eine fiktive Geschichte und basiert nicht auf Wahrheiten. Sollte sich dennoch jemand angegriffen fühlen bitte ich dies zu entschuldigen.
1 Woche vor Weihnachten
„Oh Howard warum tut er nur so was?!? Sieh dir Caitlin doch nur an! Sie ist so verdammt traurig! Meine Güte, was ist so schwer daran sich zwei Tage frei zunehmen? Du hast es doch auch möglich gemacht! Ihr habt doch alle frei! Verfluchte Scheiße, er hat es Caitlin doch versprochen!“ schimpfte Morgan, die ihre Freundin von der Küche aus beobachtete. Howard trat hinter sie und legte seine Arme um Morgans Oberkörper und küsste sie zärtlich auf die Schläfe. „Du weißt doch wie Mark ist. Verstehen kann ich es auch nicht. Ich kann dir noch nicht mal sagen was er für wichtiger hält, als mit Caitlin hier zu sein.“ log Howard. Es war im ziemlich unangenehm lügen zu müssen uns so zu tun als wüsste er nichts. Caitlin tat Howard schon ein wenig leid, aber er hatte es Mark versprochen niemanden was zu sagen, nicht einmal Morgan.
Eigentlich sollte es ein wunderschönes Wochenende werden. Alle Vier zusammen auf einem Chalet im traumhaft verschneiten Ischgl. Das Wochenende war schon länger geplant gewesen, doch als es dann soweit war sagte Mark kurzfristig ab. Caitlin war am Boden zerstört, sie hatte sich so auf Mark gefreut. Er, Howard, Jason und Gary waren seit einiger Zeit ja immer nur unterwegs. Für Liebe blieb fast gar keine Zeit. Deswegen wollten die beiden Männer ihre Herzdamen in dieses Wochenende entführen. Doch wer kniff in letzter Minute? Mark. Zumindest nahmen das Caitlin und Morgan an. Morgan wollte ihre beste Freundin aber nicht allein lassen. Außerdem war das Chalet für vier Mann gebucht wurden. Es hatte Morgan etliche Nerven gekostet, Caitlin davon zu überzeugen mitzukommen. Nur widerwillig ging Caitlin darauf ein. Oh man, war Morgan sauer auf Mark. Was war ihm wichtiger als Caitlin???
„Ach Mensch was machen wir nur mit ihr? Sie redet nicht viel, unternimmt nichts mit uns und verzieht sich gleich wenn sie uns zusammen kuscheln sieht.“ Morgans Stimme klang ziemlich gedrückt. „Ach das wird schon, wir sind ja noch heute und morgen hier.“ versuchte Howard seinen Schatz aufzuheitern. „Ich weiß nicht Howard, ich glaube nicht das Caitlin irgendwas aufheitern kann.“ erwiderte sie daraufhin. „Und ob es das gibt!“ dachte sich Howard und schmunzelte verstohlen. „Warten wir ab was der Tag uns bringt. So und nun lass uns das Frühstück machen, ich habe einen Bärenhunger.“ Morgan nickte, sah noch einmal zu Caitlin und kehrte dann der Tür den Rücken zu.
Caitlin die eingewummelt in einer warmen Decke auf dem Sofa lag, starrte aus dem Balkonfenster und beobachtete den leise rieselnden Schnee. Sie war zeitig früh aufgewacht, hatte sich leise ins Wohnzimmer geschlichen um Morgan und Howard nicht zu wecken. Caitlin dachte ununterbrochen an Mark. Die Enttäuschung war so groß, als er ihr kurzangebunden am Telefon sagte, dass er nicht mitkommen könnte. Caitlin wollte doch nur für ein paar Tage mit ihm zusammensein. War das denn zuviel verlangt???
„Sag mal für wen tischst du denn soviel auf?“ fragte Morgan erstaunt. „Erwartest du noch jemanden?“ Howard räusperte sich. „Nein, wie gesagt ich habe riesengroßen Hunger! Muss wohl an der Luft hier liegen…ich könnte einen Ochsen verschlingen!“ übertrieb er. „Ach ja?!?“ konnte Morgan nur darauf antworten. Irgendwie fand sie das schon komisch. „Holst du bitte Caitlin mein Schatz?“ bat Howard und lächelte Morgan an. „Okay.“ sagte sie und war schon auf dem Weg und konnte somit nicht mehr sehen wie Howard zu seinem Handy griff und in windeseile eine Nummer wählte.
„Hey Süße…komm das Frühstück ist fertig!“ sprach Morgan und sah auf ihre Freundin herab. „Ich habe keinen Hunger…danke.“ erwiderte Caitlin. „Oh NEIN! Du wirst schön mitkommen!“ befahl Morgan und zog Caitlin von der Couch hoch. „Jetzt ist Schluss mit Selbstmitleid! Lass dir das Wochenende nicht von dem Blödmann verderben. Howard hat sich soviel Mühe gegeben…also los komm schon und lass uns nicht hängen!“ Caitlin schnaufte widerwillig, doch Morgan zog sie gnadenlos hinter sich her.
„Alles klar…bis dann!“ beendete Howard schnell das Gespräch. Gerade noch rechtzeitig, denn die beiden Frauen betraten soeben die Küche. Ganz galant, als wäre nichts gewesen, ging er auf Morgan und Caitlin zu. „Einen wunderschönen guten Morgen Cait!“ rief er lachend und umarmte sie. Caitlin wusste gar nicht wie ihr geschah. Was war denn mit ihm los? „Ist ja schon gut Howard…du kannst mich wieder loslassen!“ befahl sie und schob ihn von sich weg. „Was hast du denn?“ „Ach nichts…ich freue mich nur auf einen wunderschönen Tag mit den hübschesten Frauen der Welt. Darf ich nun zu Tisch bitten?“ säuselte Howard. Er rückte die Stühle zurecht und die beiden Frauen nahmen verwundert Platz. Als Howard den Kaffee holte, pfiff er dabei vergnügt den Song „Winter Wonderland“. Caitlin sah Morgan an und ihre Mundbewegungen fragten: „Was ist denn mit dem los?“ Morgan zuckte nur mit den Schultern. Nachdem Howard den Kaffee ausgeschenkt hatte, schlugen die drei Freunde zu. Die Schlacht auf das Frühstück war eröffnet.
„Sag mal was schaust du eigentlich immer auf deine Uhr?“ fragte Morgan. „Meinst du mich?“ stellte Howard die Gegenfrage und sah dabei aus dem Fenster. „Na wem sonst!“ Das Verhalten von ihm wurde immer merkwürdiger. Morgan biss sich auf die Unterlippe und grübelte. Irgendwas ging hier vor sich. „Ihr entschuldigt mich bitte…ich lass mir bloß mal schnell ein warmes Bad ein. Aber halt…nee vorher helfe ich euch noch abräumen.“ meinte Caitlin. „Ach Quatsch…geh du mal dein Bad genießen…wir machen das schon.“ versuchte Howard sie „abzuwimmeln“. „Ja aber…!“ wollte Caitlin widersprechen, doch Howard unterbrach sie. „Nix da…oder willst du das ich dich persönlich na oben befördere? Morgan und ich schaffen das schon.“ Bei dem letzten Satz stupste er Morgans Fuß mit seinem an, die darauf mit einem stockenden „Ja klar“ reagierte. „Zum Teufel, was ist denn mit Howard bloß los?“ fragte sie sich erneut. „Warum wimmelt er Caitlin denn jetzt so plötzlich ab?“ „Na dann wenn ihr meint…dann gehe ich.“ Caitlin stand auf und sah skeptisch in Howards Gesicht. Dieser bedachte sie mit einem künstlichen Lächeln, das sie nur als „Verschwinde endlich“ deuten konnte. Als Caitlin verschwunden war, brach es aus Morgan heraus: „Sag mal, was sollte das denn eben??? Hast du nen Knall? Du warst doch vorhin noch normal! Was soll denn jetzt bitteschön Cait von dir denken???“ Howard der nun abwechselnd von seiner Uhr und dann zum Küchenfenster schaute, reagierte nicht auf Morgan. „Mr. Donald, ich rede mit ihnen!!!“ sagte diese aufgebracht. „Äh…wie…was? Redest du mit mir?“ antwortete Howard nun, aber ohne wirkliches Interesse. Das Fenster war wie es aussah spannender. Morgan die dieses Schauspiel nun satt hatte, schlug mit der Hand auf den Küchentisch und rief: „Jetzt ist es aber genug! Du verheimlichst mir doch was! Ich will wissen was hier gespielt wird, also raus mit der Sprache!!!“ Kaum hatte sie ausgesprochen, sprang Howard abrupt auf, schnappte sich seinen Pullover und rannte aus der Küche. Morgan war perplex, doch dann stand sie wütend auf und flitzte Howard hinterher. Von weitem konnte sie sehen, wie er schnell die Haustür öffnete und rief: „Hey Mate!!! Schön dich zu sehen!!!“ Morgan verstand gar nichts mehr und als sie näher trat, sah sie Howard der Mark beherzt umarmte. „Ja aber…!“ sagte sie leise zu sich und vollkommen überrascht.
„Na los, komm rein Alter…drinnen ist es kuschelig warm und dein Frühstück wartet. Ist alles glatt gelaufen?“ sprach Howard zu Mark. „Yeah, ist es…aber es hat mich doch einige Nerven gekostet. Ich erzähle dir dieses Hick-Hack gleich drinnen.“ antwortete Mark, der sich seine Reisetasche vom Beifahrersitz schnappte und die Tür zuschlug. Als er dann Morgan entdeckte, die mit ungläubigen Augen ihn anstarrte, ließ er seine Tasche fallen und lief auf sie zu. Stürmisch fiel Mark ihr um den Hals. „Hey Süße schön dich wieder zu sehen!“ Freudig überrascht, aber doch noch etwas sprachlos, erwiderte Morgan die liebevolle Geste. Als Mark sie wieder los ließ fragte er: „ Wo ist Cait? Hast du dicht gehalten, Mate?“ „Du weißt doch, dass du dich auf mich verlassen kannst, selbst Morgan habe ich nichts erzählt.“ sagte Howard stolz, als er die Tür hinter sich schloss. „WOW na das nenne ich mal eine Hütte!!!“ rief Mark begeistert. „Aber wo ist Cait denn nun?“ „Sie ist oben und nimmt ein Bad, aber hört mal ich würde doch gerne erfahren was hier los ist. Was machst du hier Mark?“ Morgan verstand das alles nicht. „Ich werde dich einweihen, aber setzen wir uns doch erstmal.“ forderte Mark und begann dann zu erzählen, wobei Morgans Augen immer größer wurden.
„Verdammt noch mal, jetzt habe ich meinen Haarfestiger vergessen!“ rief Caitlin genervt. „Tja da werde ich wohl Morgan mal fragen müssen.“ Caitlin schlüpfte in einen mollig warmen Bademantel, nahm ein Handtuch um ihre Haare etwas trocken zu rubbeln und ging aus dem Badezimmer. „Morgan? Sag mal, gibst du mir bitte mal deinen Haarfestiger? Ich habe meinen verge…!“ Weiter kam sie nicht. Erstarrt blieb Caitlin auf der Treppe stehen und glaubte ihren Augen nicht. „Hey Babe.“ sagte Mark sanft, stand mit wild pochendem Herz auf und ging auf die zur Salzsäule erstarrte Caitlin zu. Nun begriff sie, dass Mark wirklich da war. Ihr stiegen Tränen in die Augen. Plötzlich rannte Caitlin die Treppen hinunter und lief in Marks weitgeöffnete Arme. Nun konnte sie die Freudentränen nicht mehr zurückhalten. „Ich habe dich so vermisst, Babe…ich liebe dich.“ flüsterte Mark und übersäte Caitlins Gesicht mit unzähligen Küssen. Morgan, die noch völlig gerührt von dem eben Erzählten und dem emotionalen Wiedersehen der Beiden war, kämpfte auch mit sich. Howard der das mitbekam, zog sie zu sich heran und bettete ihren Kopf an seiner Brust. Mit seiner freien Hand streichelte er über ihr Gesicht. „Siehst du, alles ist gut. Ich verspreche dir, dass dieses Wochenende für uns alle unvergesslich werden wird.“
Als sich alle wieder beruhigt hatten, gingen die Frauen sich für den Tag fertig machen. Sie sollten sich warm anziehen, denn es ging an die frische Luft. Währendessen ließ sich Mark das Frühstück schmecken. Nun wussten Morgan und Caitlin warum Howard soviel aufgetischt hatte. „Marki hast du passende Klamotten mit?“ fragte Howard seinen Freund. „Na klar, was denkst du denn??? Glaubst du ich renne mit Stoffhose und T-Shirt durch die Kälte???“ antwortete Mark belustigt. Howard fing an zu lachen. „Hast du denn ALLES organisieren können? Wann kommt ER denn?“ Mark war ziemlich neugierig. Howard sah auf seine Uhr und sagte: „In ca. einer ¼ Stunde sollte ER da sein und für heute Abend habe ich auch alles zusammen. War gar nicht so einfach das ganze Zeugs vor Morgan zu verstecken. Ich sage dir unsere zwei Hübschen werden sich in 100 Jahren noch daran erinnern.“ „Na das hoffe ich doch! Aber Howie, vor heute Abend habe ich doch etwas Bammel.“ sprach Mark erst. Howard klopfte seinem Freund aufmunternd auf die Schulter. „Sie ist die Richtige für dich Marki. Ich hätte nie gedacht, dass du irgendwann mal nur einer Frau treu sein kannst. Doch Cait hat es geschafft, sie hat dich verändert! Wobei ich mich immer noch frage wie sie das geschafft hat!“ „Mate, das frage ich mich selber. Cait hat viel mit mir mitmachen müssen. Durch ihre Konsequenz und ihre Geduld mit mir, hat sie sich so in mein Herz eingebrannt. Noch nie habe solchen Respekt vor einer Frau gehabt. Howard…Cait ist mein Leben!“ Mark schluckte hart, denn aufkommende Tränen wollten aus ihm herausbrechen. Howard ahnte was in seinem Freund vorging. „Hast du IHN einstecken? Zeig doch mal!“ lenkte er von dem ernsten Thema ab. Marks Gesicht hellte sich auf und tat wie ihm „befohlen“. „Boah…Mate! Da hast du dich ja selbst übertroffen! Das ist ja der pure Wahnsinn!“ rief Howard vollkommen begeistert. „Wunderschön nicht wahr? Ich hoffe nur Cait wird er gerecht.“ antwortete Mark skeptisch. „Hey bist du verrückt??? Schau dir das Ding doch mal an. Der ist genau ihr Geschmack…schlicht…aber atemberaubend. Und außerdem glaube ich, dass es Caitlin wichtiger ist, dass DU bei ihr bist. Das hier ist nur noch die Krönung. Also mach dir keine Gedanken…du wirst das Ding schon schaukeln…bei dem was du gedenkst zu tun kann nichts schief laufen. Mark der Romantiker! Ich kann es immer noch nicht fassen wie du „mutiert“ bist und nun komm wir müssen uns auch noch fertig machen!“ Howard packte Mark bei den Schultern und gemeinsam, Mark mit aufkommender Zuversicht und Howard mit überschwänglicher guter Laune, schritten sie aus der Küche.
20 Minuten später hämmerte es gegen die Tür. „Ich geh schon!!!“ rief Howard und stürmte in voller Montur nach unten. Er öffnete, ging nach draußen und schaute dabei prüfend zum Himmel hoch. „Grüezi! Sann sie Mr. Donald? D’artagnan und Da Capo sann bereit für sie!“ sprach eine tiefe und polternde Stimme. Howards Gesicht folgte der Stimme und machte dann ein verblüfftes Gesicht. Vor ihm stand ein älterer Mann mit weißen Haaren und weißen langem Bart. Wüsste er nicht genau, dass es keinen Santa Claus gibt, hätte Howard jetzt echte Zweifel bekommen. Dieser Mann hatte zu allem Überfluss auch noch eine dicken roten Parka an und dazu die passende Mütze auf. „Hoats ihnen die Sprache verschlagn?“ lachte der Mann. In dem Moment traten Morgan, Caitlin und Mark aus dem Chalet. Letzterer nickte völlig überzeugt, aber die Frauen konnten unterschiedlicher gar nicht reagieren. Caitlin hüpfte vor Freude Mark an den Hals und quietschte wie ein kleines Kind. Durch die „Wucht“ mit der sich Caitlins Begeisterung entlud, hätte es die Beiden beinahe umgeschmissen, gerade noch so konnte Mark das Gleichgewicht halten. „Hey nicht so stürmisch Babe!“ sagte Mark unter Lachen. Morgan stand da und konnte es nicht fassen. Ihr Mund stand offen und in ihren Augen konnte man ein Leuchten sehen das funkelnden Sternen glich. So was hatte sie sich schon immer gewünscht, eine romantische Schlittenfahrt, in Decken eingepackt und wärmendes Kuscheln mit dem Mann den sie liebte. Und nun stand dieser Traum vor ihren Augen. Zwei Prachtschimmel schnauften ungeduldig und ein großer Schlitten lud förmlich dazu ein es sich darin gemütlich zu machen. „Hey Schatz, DAS ist meine Überraschung für dich! Ich hoffe du freust dich!“ rief Howard ihr zu, als er sich wieder gefangen hatte. Morgan lächelte ihn an. Dieses Lächeln drang ganz tief in Howards Herz hinein. „Komm her.“ hauchte er, doch Morgan verstand genau. Als sie vor ihm stand, küssten sich die Beiden mit inniger Liebe.
Der Mann räusperte sich und sprach: „Isch bitte einzusteigen, meine Herrschaften! D’artagnan und Da Capo brauchen Bewegung!“ „Oh ja natürlich! Leute…darf ich euch…?“ sagte Howard. „Illgen…Jonas Illgen!“ ersetzte der Mann. Caitlin sah jetzt zum ersten Mal Jonas an. Mit erstaunter und ernster Stimme rief sie. „SANTA CLAUS!!!“ Lautes Gelächter brach aus und Caitlin war peinlich berührt. „Wie alt bin ich eigentlich??? Bist du bescheuert???“ schalt sie sich selber in Gedanken. „Cait…pass auf der Zauber geht los!“ flüsterte Mark ihr zu. Sie wusste nicht was Mark ihr damit sagen wollte und sah in fragend an. Er zuckte nur mit den Augenbrauen, nahm ihre Hand und führte sie zu dem Schlitten in dem Howard und Morgan schon Platz genommen hatten. Als auch nun die Beiden saßen, reichte Jonas den Pärchen jeweils große und warme Lammfelldecken. „Mr. Illgen…es war nicht meine Absicht sie zu…!“ entschuldigte sich Caitlin. „Ach nicht doch Miss…das ist koa Problem. Das kenn isch scho.“ sagte Jonas freundlich. „Und für alle…isch bin der Jonas, ne!“ Er nahm auf dem „Kutschbock“ platz und mit einem lauten „Lauft meine Freunde…lauft!“ liefen die Schimmel an und los ging die Fahrt. Das Wintermärchen begann.
Leise und sanft fielen die Schneeflocken, die Glöckchen am Schlitten klingelten und zwei Paare kuschelten sich unter warmen Decken zusammen. Eine Schneeflocke landete auf Howards Nasenspitze und Morgan küsste sie zärtlich weg. Seine Augen blickten sie in voller Liebe an und ließen Morgan erkennen, dass dieser Mann ihr Glück auf Erden war. „Ich danke dir…ich liebe dich.“ sagte sie leise, dass es nur Howard hören konnte. Ein Kuss verriet ihr, dass er genauso fühlte. Morgan schmiegte sich zufrieden wieder an ihm und genoss seine Nähe. Unwillkürlich sah Morgan zu Mark und Caitlin, die ihre Münder durch leidenschaftliches Dauerküssen wärmten. Die Beiden ließen sich überhaupt nicht stören, wie es aussah hatten sie eine Menge aufzuholen. Plötzlich fing Howard leise an zu singen: “ Last Christmas I gave you my heart, but the very next day you gave it away, this year to save me from tears, I'll give it to someone special…” Mark ließ prompt von Caitlin ab und stimmte in Howards singen ein. „Once bitten then twice shy, I keep my distance but you still catch my eye, tell me baby, do you recognize me, well if it's been a year, it doesn't surprise me…” Erstaunt sahen sich die beiden Freundinnen an, genossen aber dann die wunderbaren Stimmen der Männer. Jonas gefielen die jungen Leute und rief ein fröhliches: „Hohoho…lauf D’artagnan…lauf Da Capo…hohoho!“
Nach zwei 1 ½ Stunde hielt der Schlitten an einer Gaststube. Mit roten Nasen und Wangen, mit Eisfüßen- und Händen kehrten die Vier in die Schänke ein. Bei Glühwein und heißer Schokolade wurde ihnen aber schnell wieder warm. Jonas versorgte die Pferde und wurde anschließend von Mark eingeladen sich zu ihnen zu setzen. Ein schöner großer Pott von duftendem, würzigem Wein ließ Jonas Herz höher schlagen. Unbeschwertes Lachen erfüllte die Schänke, denn er erzählte lustige Geschichten die er hier schon erlebt hatte. Nach einiger Zeit schlug Jonas den jungen Leuten vor, sich die Gegend anzusehen. Er wollte auf sie hier warten und danach wieder heimbringen. Morgan, Caitlin, Mark und Howard hielten das für eine gute Idee und schnell wurde diese umgesetzt. Als erstes waren es Howard und Morgan die aufsprangen und sich gegenseitig neckig antrieben. Mark stand auf und hielt Caitlin seine Hand entgegen. Beide berührten sich und Caitlin traf ein „Blitz“. Es war genauso wie beim ersten Mal als Mark und sie sich näher kamen. Caitlin spürte wie Röte in ihr Gesicht stieg. Sie konnte sich nicht erklären warum. Noch immer hielt Mark ihre Hand und sah sie mit einem Blick an, der ihr eine Gänsehaut bescherte. Ihr Atem ging schneller und ein unheimliches Kribbeln ging durch ihren Körper. „Mark ich…ich“ stotterte sie und wusste nicht was sie sagen sollte. Auch er fühlte so ein „Schweben“, was er vorher noch nie so intensiv erlebt hatte. Diese Frau machte ihn verrückt. Mark dachte an den heutigen Abend und da war sie wieder, die Angst und das Herzklopfen. Würde er das Richtige tun? Oh ja, da war er sich vollkommen sicher. „Hey ihr zwei Turteltäubchen…kommt ihr???“ rief Howard, der schmunzeln musste. Er merkte, dass sein Freund mit sich kämpfen musste. „Ja wir kommen!“ antwortete Caitlin die dankbar, war aus der knisternden Spannung zu „fliehen“. „Mein Gott, frische Luft kann ich jetzt gebrauchen!“ dachte sich Mark. Ein paar Minuten später schlenderten die Vier durch ein malerisches Winterdorf.
Am späten Nachmittag hielt der Schlitten wieder vor dem Chalets. Herzlich verabschiedete sich jeder persönlich bei Jonas. Morgan gab ihm sogar ein Küsschen auf die Wange. Ein strahlendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Miss…glauben sie mir, wenn ich ihnen sage…ihr Leben wird durch eine süße Überraschung umgeschmissen werden…aber ER wird der glücklichste Mann auf Erden werden…“ sprach Jonas und zeigte dabei auf Howard. Das Paar begriff nicht was er ihnen sagen wollte, doch DAS brauchten sie auch jetzt noch nicht. Als sich die Vier umdrehten und gehen wollten, rief Jonas: „Miss Caitlin!“ Überrascht drehte sie sich um ging und mit zaghaften Schritten auf ihn zu. Mark wurde neugierig, aber auch Morgan und Howard waren gespannt. Wie sie auch versuchten ihre Ohren „aufzuspannen“, sie konnten es nicht verstehen was Jonas zu Caitlin sagte.
„Miss Caitlin…ich wünsche ihnen alles Glück auf Erden und halten sie ihn fest…auch wenn es vielleicht Einmal schier unmöglich erscheint…er ist ihr Schicksal und ihrer beide Liebe ist so stark das NICHTS und NIEMAND etwas daran ändern kann…der Abend verspricht wunderschöne Dinge, die ihm aber etwas zu schaffen machen. Leben sie wohl.“ Damit stieg Jonas auf den „Kutschbock“ und ließ Caitlin, die vollkommen durcheinander war, zurück. „Miss Caitlin…Mr. Owen und ihre Freunde warten auf sie.“ holte sie Jonas aus ihren Gedanken. Sie nickte und ging dann zu den Wartenden. „Was ist? Was hat er zu dir gesagt?“ fragte Mark der Caitlin mit seinen Augen hypnotisierte. „Nichts Marki…nichts weiter…nur Leb wohl.“ antwortete sie. „Leb wohl??? Nichts anderes???“ bohrte er weiter, erhielt aber keine Antwort. Die Vier sahen sich noch mal nach Jonas um. Dieser rief: „Vorwärts meine Freunde…wir wollen doch mal sehen, ob wir nicht noch andere Menschen verzaubern können! Hohoho…fröhliche Weihnachten euch allen…hohoho!“ Er winkte den Pärchen noch mal zu. Plötzlich wirbelte eine Schneewolke in die Höhe. Noch ein leises und kurzes Klingen der Glöckchen, doch dann war nur noch das Rauschen des Windes in den Bäumen zu hören. Völlig sprachlos sahen die Freunde in die Ferne, denn der Schlitten war nirgends zu sehen. Wie vom Erboden verschluckt war er. „Aber das kann doch gar nicht sein!“ rief Morgan. „Wo ist er denn hin?!?“ Die Anderen konnten ihre Frage nicht beantworten. Unheimlich war ihnen zu Mute. „Haltet mich für verrückt…aber…aber ich denke das war…“ „Santa Claus?“ unterbrach Mark, Caitlin. „Ja.“ kam vorsichtig aus ihrem Mund. „Sei nicht albern Babe! So was gibt es nur im Märchen!“ Mark versuchte glaubhaft zu klingen, doch insgeheim dachte er dasselbe wie Caitlin. „Aber komisch ist das schon! Und habt ihr mal bemerkt das er plötzlich gar keinen Akzent mehr hatte???“ warf Howard in die Runde. Morgan sah ihn mit überraschten Augen an. „Stimmt du hast Recht, aber vielleicht bilden wir uns das auch nur ein.“ „Was denn wir alle???“ rief Caitlin. Mark hob verneinend die Hände. „Also ich nicht!“ log er. Auf einmal hörten die Vier von irgendwo her nochmals ein „Fröhliches Weihnachten“. Sie zuckten zusammen und die Herzen schlugen wie wild. „Mädels…Jungs…jetzt gehe ich!“ rief Howard. „Das ist doch alles nur Einbildung!“ „Ja und weil das alles nur Einbildung ist, wie du so schön sagst Howie, sollten wir wieder an Spaß denken!“ Mark bückte sich und nahm eine handvoll Schnee in seine Hände und ballte diesen zu einem Schneeball. Er holte aus und schmiss ihn nach Caitlin, der sie am Arm traf. Weil sie nicht mitbekommen hatte was Mark vorhatte, zuckte sie zusammen. Howard und Mark brachen in lautes Gelächter aus, als sie ihr Gesicht sahen. Caitlin versuchte verärgert auszusehen, aber je mehr sie sich anstrengte umso mehr konnte sie nicht mehr an sich halten und stimmte in das Lachen ein. „Na warte, Mr. Owen…das zahle ich dir heim!!! Komm Morgan das können wir genauso gut.“ sagte Caitlin und nahm dabei eine große Menge Schnee auf. Morgan war sofort dabei. „Ooooh soll ich jetzt etwa Angst vor dir haben Babe?“ machte sich Mark lustig über Caitlin. Howard beobachtete Morgan wie ein Raubtier seine Beute. Er wappnete sich gegen einen Schneeangriff. Morgan und Caitlin sahen sich viel sagend an und bei 1…2…3 stürmten sie auf die lästernden Männer zu. „Attacke!!!“ schrie Caitlin aus voller Kehle und rannte Mark mit geballter Kraft um, so dass die Beiden rücklings in den Schnee fielen. Dabei wirbelte der Schnee in Caitlins Händen auf und katapultierte sich somit in Marks Gesicht. Howard, der Morgans Angriff erwartet hatte, wich ihr gekonnt aus. Er schnappte sich aber ihre Hüfte, zog sie zurück und warf sie gnadenlos in den Schnee. Er setzte sich auf sie und ein triumphierendes Lächeln umspielten seine Lippen. Morgan zappelte unter ihm wie eine Verrückte. Schnell nahm sie eine Fuhre Schnee in die rechte Hand und schleuderte diesen Howard entgegen. Durch dieses Ablenkungsmanöver konnte sie Howard wegstoßen und sich aufrappeln. Doch nicht das sie aufhörte ihn weiter mit Schnee zu attackieren. Das ließ sich Howard nicht gefallen und tat es Morgan gleich. Wie zwei kleine Kinder ärgerten sie sich und kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Mark und Caitlin hatten ganz andere Probleme. Die Beiden kampelten miteinander. Caitlin mobilisierte alle ihre Kräfte und schaffte es sogar ein paar Mal die Oberhand zu erlangen. Als Mark ab und zu auf dem Bauch lag, reagierte sie blitzschnell und tunkte Marks Gesicht in den Schnee. Angestachelt davon, dass ausgerechnet eine Frau Mark in die Schranken wies, gab er Alles. Caitlin sollte spüren wer hier der Herr war. Geschickt und schnell schmiss er sich von einer zur anderen Seite, so dass Caitlin immer wieder ins Leere fiel. Mark lachte sie aus, was ihr gar nicht gefiel. „Wütend“ holte Caitlin zum letzten Schlag aus, doch Mark war schneller. Er legte sich auf sie, umklammerte ihren Oberkörper und wälzte sich mit ihr hin und her. Die Beiden lachten um die Wette, dann stoppte Mark plötzlich als er über Caitlin war. Ein Blick in seine Augen und sie fühlte Schmetterlinge in ihrem Bauch. Ein leidenschaftlicher Kuss ließ Caitlin Butter in Marks Armen werden. Sie verschmolzen miteinander und vergaßen die Welt um sich herum.
Morgan und Howard hatten sich einige Meter von dem küssenden Paar entfernt. Die Beiden sahen aus wie Schneemänner. Sie „spielten“ Fangen, versteckten sich hinter Bäume und bewarfen sich mit Schneebällen. Morgans Kräfte schwanden langsam aber sicher. „Warte Howie…ich brauche eine Verschnaufpause!“ rief sie völlig außer Atem. „Fein! Du gibst auf?“ fragte er mit neckigen Gesicht. „NEIN NIEMALS!!!“ konterte Morgan. „Ich sammle bloß neue Kraft!“ Mit drohendem Gesicht ging Howard auf sie zu. Morgan schluckte. „Komm mir nicht zu Nahe!“ sagte sie ernst als sie seinen Gesichtsausdruck sah. Plötzlich schlug ihr das Herz bis zum Hals, denn nur wenige Zentimeter blieb er vor ihr stehen. Howards Augen funkelten und er sagte: „Habe ich dir heute schon gesagt wie sehr ich dich liebe?“ Mit einem stürmischen Kuss unterstrich er noch seine Aussage. Morgan versank in dem Sturm von Howards Leidenschaft. Sie wusste, dass er es ernst mit ihr meinte. Auch sie liebte ihn bis ins Unermessliche. Als er sich wieder von ihr löste, deutete Howard zum Haus. „Komm lass uns reingehen. Ich bin auch völlig fertig.“ Beide stiefelten zu Mark und Caitlin zurück, die immer noch eng umschlungen im Schnee lagen. Morgan zupfte an Howards Ärmel und sagte: „Ich bin vom Mark wirklich beeindruckt. Nie hätte ich das von ihm gedacht. Ich hoffe das es gut geht und das er es ernst meint.“ „Süße, glaub mir er hat sich durch Cait verändert und ich bin der festen Überzeugung, dass es die Beiden packen!“ beruhigte Howard sie. „Ich wünsche es Cait so sehr…sieh doch wie glücklich sie ist.“ „Hey Leute kommt…ihr könnt drinnen weiter machen!“ rief Howard zu den Beiden. Caitlin und Mark rafften sich widerwillig auf und liefen zum Chalet. Howard und er schnappten sich jeweils noch ein Stapel Kaminholz und dann verschwanden die Vier im Haus.
„Hat es dir heute genauso viel Spaß gemacht wie mir?“ fragte Mark, der gerade das Feuer im Kamin entfachte. Als er keine Antwort erhielt, drehte er sich zu Caitlin herum. Das Bild was Mark da sah zauberte ihn eine kleines Lächeln in Gesicht. Caitlin lag mit angezogenen Beinen auf dem Sofa und schlief friedlich. Mark hockte sich neben sie und streifte ihr eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht. „Schlaf mein schöner Engel.“ flüsterte er leise. Plötzlich kamen Morgan und Howard lachend ins Wohnzimmer. Schnell sprang Mark auf und rief leise: „Pssst…Cait schläft!“ Sofort verstummten die beiden „Krachmacher“. „Aber wir wollten doch gemütlich ein Glas Wein trinken.“ sagte Howard. „Das können wir doch auch machen. Ich trage Cait nach oben und bin dann sofort bei euch.“ Gesagt, getan. Mark hob Caitlin behutsam auf seine Arme und brachte sie nach oben in ihr beider Schlafzimmer. Dort legte er sie aufs Bett und deckte sie fürsorglich zu. Mit einem gehauchten Kuss „verabschiedete“ Mark sich von Caitlin.
Unten knisterte das Feuer im Kamin, leise Musik lief und ein Glas Wein stand auch schon bereit. Howard und Morgan standen Arm in Arm am Fenster, bewegten sich sanft zu Luther Vandross Christmas - Klassiker „This is christmas“ und schauten auf die weiße Winterpracht. Draußen herrschte reges Schneetreiben und der Wind peitschte immer neue Schneewehen auf. „Hey soll ich euch beide alleine lassen?“ fragte Mark. Es war ihm unangenehm Howard und Morgan zu stören. „Nein…nein Mate! Ist schon in Ordnung, Morgan will sich gemütlich in die Badewanne legen und wir beide machen einen netten Männerplausch!“ antwortete Howard. Den „netten Männerplausch“ betonte er besonders und zwinkerte Mark zu. Dieser wusste genau was sein Freund damit meinte. „Glaubt aber ja nicht, dass ich vor einer Stunde aus dem Wasser steige.“ lachte Morgan und stellte ihr Weinglas ab. Mit einem vielsagenden Augenaufschlag ging sie ab Howard vorbei und setzte ihre weiblichen Rundungen gekonnt in Szene. Dieser pustete die angestaute Luft aus seiner Lunge. Diese Frau ist und bleibt eine Sünde. Mark dachte sich seinen Teil. „Erde an Howard!“ rief Mark. „Los komm, wir haben einiges vor! Jetzt wird in die Hände gespuckt!“ Mark war der Erste der in Richtung Küche lief, Howard folgte ihm. „Aber das mit der Dekoration übernimmst du Mate…ich bin fürs Kochen zuständig.“ meinte Howard und schloss die Tür hinter sich.
„Sieh dir unser Meisterwerk an!“ Mark war stolz über seine Leistung. „Ja da gebe ich dir Recht…und es ist tausendmal besser als in jedem Schnulzenfilm.“ prahlte Howard. „So ich werde mich umziehen und dann Cait wecken, schließlich ist das Essen ja auch bald fertig. Duften tut es ja schon sehr gut.“ „Ja mach das und ich werde Morgan aus der Wanne locken.“ Die beiden Männer liefen die Treppe hinauf, doch dann trennten sich ihre Wege. Mark öffnete leise die Schlafzimmertür und trat ein. Caitlin schlief immer noch tief und fest. Auf leisen Sohlen schlich er zu seiner Tasche und holte seine Klamotten für den Abend heraus. Als er sie genauer betrachtete, schlug im seine Herz bis zum Hals. Mein Gott so etwas hatte er noch nie erlebt. Wieder erkannte Mark wie sehr er Caitlin liebte. Keine Frau vor ihr hatte es jemals geschafft seine „Ausschweifungen“ zu stoppen. Nicht einmal Emma, mit der er einige Jahre zusammen war. Schnell machte Mark sich frisch und zog sich um. Dann kramte er untern Bett einen Karton hervor und legte diesen auf das Bett. Mark öffnete den Deckel. Er hoffte dass der Inhalt, Caitlins Geschmack treffen würde. Mark war gespannt wie sie darin aussehen würde. Nun hieß es sie zu wecken. Da Caitlin, Mark in seinem Aufzug nicht sehen sollte, eilte er vor die Tür. Es war schon ein bisschen gemein was er vorhatte, aber da musste sie jetzt durch. Mark hämmerte an die Tür und rief laut: „Hey du Schlafmütze aufwachen!!! Raus aus den Federn!!!“ Caitlin „stand“ im Bett. Für einen Moment wusste sie nicht wo sie war. Mark klopfte permanent an die Tür und riss sie aus ihren Gedanken. „AUFWACHEN!!!“ „Ja du Nerventod, ich bin ja schon wach.“ gähnte sie und streckte ihre Glieder. „Na endlich! Mach dich hübsch für mich. Ach eine kleine Überraschung liegt auf dem Bett. Bis gleich!“ sagte Mark durch die Tür. „Warum soll ich mich denn hübsch machen?“ fragte sie. „Cait…frag nicht…mach einfach! Ich warte unten.“ Dann verschwand Mark. Sie schaute sich um und entdeckte den Karton. Gespannt öffnete sie ihn und fand als erstes einen kleinen Zettel auf dem stand: Babe, das ist für dich. Ich hoffe dir gefällt es und freue mich schon es an dir zu sehen. Mark. Caitlin schlug das Papier beiseite und erblickte ein Kleid. Überwältigt nahm sie es aus dem Karton und hielt es an ihrem Körper. Sie ging vor dem Spiegel und betrachtete sich. Es war ein traumhaft schönes Abendkleid in Weinfarben. Das Kleid verkörperte Eleganz und Raffinesse. Es hatte zierliche Spaghettiträger, die nach vorn zu einem V zusammen liefen. In Brusthöhe befand sich eine abnehmbare Brosche und das Bustier floss sanft in Wasserfall Optik aus. Das Kleid war ein Traum und Caitlin konnte es nicht glauben, dass Mark ihr so was zum Geschenk machte. Schnell zog sie es an und steckte dazu ihre blonden Haare kunstvoll nach oben. Ein dezentes Make – UP unterstreichte ihre Erscheinung. Als Caitlin nun wieder vor den Spiegel trat, erkannte sie sich nicht wieder.
Zur gleichen Zeit genoss Morgan das warme Wasser auf ihrer Haut. Sie hatte die Augen geschlossen und bemerkte nicht wie Howard ins Badezimmer kam. Auf leisen Sohlen trat er hinter sie, hockte sich hin und legte seine Hände auf ihr Dekolletee. Er merkte wie Morgan kurz zusammenzuckte, sich aber dann gleich wieder entspannte. Keiner von Beiden sprach ein Wort und Morgan genoss die sanften Berührungen von Howard. Er streichelte über ihre Arme, die Schultern, den Hals dann wieder hinunter zum Ansatz ihrer Brüste. Am liebsten würde Howard, Morgan nach allen Regeln der Kunst verführen, doch dafür war jetzt leider keine Zeit. „Sorry mein Schatz, aber du solltest aus der Wanne rauskommen.“ sagte er. Mit einem protestierenden Laut tat Morgan ihren Widerwillen kund. „Los raus jetzt! Es wartet eine Überraschung auf dich.“ glättete Howard die Wogen. „Was denn noch eine??? Was soll ich denn anziehen?“ Morgans Augen schauten ihn fragend an. „Ja noch eine. Und was du anziehen willst, überlass ich dir. Du siehst in Allem bezaubernd aus.“ Mit einem Augenzwinkern verschwand Howard dann und Morgan stieg aus der Badewanne.
„Cait bist du fertig?“ sprach Morgan und klopfte. Sofort wurde die Tür geöffnet und Caitlin trat heraus. „Ja hier bin ich.“ „WOW…ich glaub ich muss mich setzen! Mein Gott du siehst umwerfend aus! Woher ist denn dieses Kleid? Du hast doch so was gar nicht eingepackt gehabt!“ Morgan war begeistert. „Mark…er hat es mir geschenkt.“ sagte Caitlin verlegen. „Und du hast endlich mal deine Errungenschaft von unserer Shoppingtour an! Ich muss wieder sagen, es sieht wahnsinnig sexy an dir aus!“ „Danke Süße! Ja ich dachte heute wäre mal der richtige Anlass dafür.“ meinte ihre Freundin. Morgan trug einen champagnerfarbenen Overall, der vorne in der Taille mit einem edel verzierten Schmuckelement von Hand bestickt war. Ein tiefer V-Ausschnitt lud zum hinsehen ein und die Neckholderträger waren im Nacken zu gebunden. Das Oberteil war aus feinem, leicht transparentem Georgette mit zipfeligem Abschluss. Die Hose war ausgestellt und aus schimmerndem Satin. Ihre dunklen Haare trug sie offen und „schmiegten“ sich um die Schultern. „Na dann auf geht’s. Ich bin ja gespannt was die Männer sagen werden.“ fügte sie noch hinzu. Caitlins Puls erhöhte sich, als sie an Mark dachte. Ihre Hände waren eiskalt und ihre Körper fing an zu zittern. „Hey Süße…ganz ruhig…du tust ja gerade so als ob du und Mark das erste Rendevouz hättet.“ Morgan war sichtlich erstaunt über Caitlins Gefühlsausbruch. Sie nahm die kalte Hand ihrer Freundin und zog sie mit sich.
„Ja ich habe IHN einstecken.“ sagte Mark erleichtert, als er in seine Hosentasche griff. „Mate, das nächste Mal jagst du mir nicht mehr so einen Schreck ein!“ „Mark halt die Klappe und dreh dich um! WAHNSINN!!!“ Howard stockte der Atem. Abrupt drehte Mark sich um. Sein Herzschlag setzte für einige Sekunden aus. „Hi…Marki.“ brachte Caitlin nur stockend über ihre Lippen. „Nun geh schon! Er wartet auf dich!“ forderte Morgan und stieg dann die Treppen hinunter zu Howard, der ihre Erscheinung in sich aufsog. „Du raubst mir den Verstand.“ sagte er, als Morgan ihn umarmte. „Das war mein Ziel und wie es aussieht habe ich es erreicht. Du bist aber auch nicht ohne.“ säuselte sie und sah sich dabei um. Voller Erstaunen glitt ihr Blick durch den Raum. Überall brannten Kerzen, das Feuer im Kamin zauberte ein geheimnisvolles Licht, die richtige Musik spielte und ein liebevoll gedeckter Tisch rundete das romantische Ambiente ab. „Wart ihr das???“ fragte Morgan vollkommen überwältigt. Howard war voller Stolz. „Das ist einfach zauberhaft Howard! Ich weiß gar nicht was ich sagen soll?!?“ „Nichts! Küss mich einfach!“ forderte er. Morgan ließ sich nicht lange bitten und beide verschmolzen in einem langen Kuss. Caitlin und Mark sahen sich nur an, keiner von beiden konnte auch nur ein Wort sagen. Mark war überwältigt von der Schönheit die sie ausstrahlte. Er hatte sich zwar schon gedacht, dass Caitlin in dem Kleid gut aussehen würde, aber mit diesem Anblick hatte er nicht gerechnet. Sie sah aus wie eine Prinzessin. Träumte er das alles nur, oder war es die Wirklichkeit? Kurz schloss er seine Augen um sicher zu gehen. Als er sie wieder öffnete, stand Caitlin immer noch am selben Fleck. Sie war also kein Traum. Doch was war mit ihr los? Er stieg die Stufen zu ihr hinauf und sah dass sie zitterte. Caitlin fixierte Mark mit ihren Augen und zwang sich zu einem Lächeln. Als Mark nun zwei Treppen unter ihr stand nahm er ihre Hand und küsste sie. „Cait…du bist wunderschön.“ sprach er leise. Ein ersticktes „Danke“ erhielt er als Antwort. „Hey was ist los mit dir?“ fragte Mark besorgt und zog sie zu sich herunter. Er legte seinen Finger unter ihr Kinn und sah ihr tief in die Augen. Ein kleines Meer aus Tränen hatte sich in ihnen gebildet. Tapfer schluckte Caitlin den „Aufruhr“ hinunter und antwortete: „Ich weiß es nicht…Mark…es…du…“ „Schscht…ist schon gut. Komm Babe…genieß es einfach.“ half er ihr. Immer noch Caitlins Hand haltend stiegen sie die Treppen hinab, an Howard und Morgan vorbei, Richtung Tisch. Morgan zwinkerte ihrer Freundin aufmunternd zu und Howard nickte bewundernd. Auch er nahm nun Morgan bei der Hand und führte sie zum Tisch. Beide Männer verhielten sich wie Gentlemans. Während Howard die Gläser mit Champagner füllte, holte Mark das köstlich duftende Essen aus der Küche. Nachdem alles perfekt war, erhoben die Vier ihre Gläser und stießen miteinander an. Eine ausgelassene Stimmung herrschte, es wurde gelacht und verliebte Blicke wurden ausgetauscht. Selbst Caitlin hatte sich wieder gefangen. Als das Dinner beendet war, waren alle satt bis oben hin. Morgan lobte Howards Kochkünste in den höchsten Tönen. Beide Frauen waren überglücklich und wussten, dass sie dieses Wochenende nie vergessen werden. Doch für Caitlin UND Mark sollte es noch unvergesslicher werden.
„Darf ich bitten Madame?“ forderte Howard Morgan zum Tanz auf, als gerade ihr Lieblingssong von Cliff Richard „Misteltoe and Wine“ lief. Erfreut nahm sie an und engumschlungen wiegten sie sich im Takt der Musik. „Möchtest du auch?“ fragte Mark. Ein „Oh ja gerne.“ erhielt er als Antwort. Ein wunderschöner Abend erreichte langsam seinen Höhepunkt. Mit zunehmender Stunde schlug Marks Herz immer schneller. Ab und zu erwischte er sich dabei wie er an seinen Fingernägeln knabberte, die Nervosität stieg. Er versteckte sie so gut wie er konnte, doch Howard bemerkte seine Unruhe. „Mate, komm mit in die Küche…wir haben doch noch leckeres Eis. Das haben wir doch glatt vergessen. Ladies habt ihr noch Appetit darauf?“ erfand er schnell einen Ausweg um mit seinem Freund unter vier Augen sprechen zu können. „Ja sicher…für das ist bei mir noch Platz.“ freute sich Morgan und Caitlin stimmte ihr zu. Sofort erhob sich Mark und ging mit Howard nebenan. „Kriegst du Muffensausen?“ witzelte dieser. „Hey das schaffst du schon, es wird schon schief gehen!“ Mark pustete die angestaute Luft aus seinen Lungen. „Man eh, ich habe so was noch nie gemacht.“ „Tja irgendwann ist jeder dran und heute ist deine Prüfung. Glaub mir, Cait wird denken sie träumt.“ Während Howard dies sagte holte er das Eis auf dem Gefrierfach und zauberte vier Leckerbissen.
„So ihr Beiden, Morgan und ich werden uns jetzt zurückziehen.“ Howards Ausdruck in seiner Stimme verriet mehr als er sagte. Er schlich sich hinter Morgan, umfasste ihre Hüfte und zog sie ganz dicht an seinen Körper. Ein Kuss in den Nacken ließ sie erschaudern. „Komm…es wird Zeit Mark und Cait alleine zu lassen.“ flüsterte Howard in ihr Ohr. Mit einem „Hmm.“ stimmte Morgan zu. „Wie ihr wollt schon ins Bett?“ fragte Caitlin erstaunt. „Ja…aber ob wir schlafen können ist so ne Sache. Morgan wird mich kaum in Ruhe lassen.“ spaßte Howard und erhielt von Morgan einen leichten Hieb in den Bauch. Er „krümmte“ sich zusammen und tat auf Mitleid: „Was denn??? Ist doch so! Wenn du einmal los legst, ziehst du mir doch das weiße aus den Augen!“ Morgan stand vor Protest der Mund offen und bevor Howard noch mehr aus dem Nähkästchen plaudern konnte, schnappte sie seinen Arm und zog ihn mit sich. „Hört nicht auf das was Mr. Mitleid faselt…ich jedenfalls sage jetzt GUTE NACHT! Auf geht’s Howard!“ sprach Morgan belustigt. Mark und Caitlin mussten unwillkürlich lachen. „MOMENT mein Schatz! Würdest du mich bitte loslassen? Ich möchte mich doch richtig verabschieden.“ Howard riss sich los und ging auf seine Freunde zu, während Morgan die Arme in die Hüften stemmte und genervt tat. „Mate vermassle es nicht.“ sagte Howard als er Mark umarmte, aber so laut das nur ER es hören konnte. Ein normales „Nacht Kumpel!“ warf er noch hinterher. Mark nickte nur. Dann war Caitlin an der Reihe. Auch sie nahm Howard in seine Arme und drückte sie fest an sich. „Sei lieb mit meinem Freund…ach und sei nachsichtig.“ Er lachte dabei, als er Caitlins verdutztes Gesicht sah. „Howard kommst du nun?!?“ Morgan wurde ungeduldig. Howard reagierte sofort und als beide verschwunden waren, wurde es ruhig im Chalet. Auf einmal lag eine knisternde Spannung im Raum. Caitlin, die diese Spannung nicht mehr aushielt sagte: „Marki würdest du mich kurz entschuldigen?“ „Ja sicher, aber bleib nicht so lange weg.“ antwortete er. „Ich gebe mir die größte Mühe, versprochen.“ Froh darüber für einen Moment „entfliehen“ zu können, eilte Caitlin ins Badzimmer. Irgendwas war jetzt anders, aber sie wusste nicht warum. Sie spürte, dass Mark irgendetwas beschäftigte. Er war plötzlich so ruhig und hypnotisierte sie mit seinen Augen, die einen nicht einzuordnenden Ausdruck hatten. Caitlin hoffte, dass wenn sie zurück kam, dass dieser merkwürdige Zustand vorbei war. Mark nutzte die Gelegenheit um noch einmal in sich zu gehen. Seine Nervosität erlangte wieder die Oberhand. Er setzte sich auf das Sofa, stützte seine Arme auf seinen Beinen ab und barg sein Gesicht in den Händen. „So Alter, jetzt ist es soweit. Es gibt kein Zurück. Du hast die Frau fürs Leben gefunden und nun beweise dir UND ihr, dass du es ernst meinst.“ redete er mit sich selbst. Hatte er nicht noch was vergessen? Irgendetwas fehlte noch und ihm fiel sofort ein was. Mark sprang auf, doch bevor er holte was er noch brauchte, legte er Feuerholz nach, wechselte ein paar Kerzen aus und startete die Musik neu. Dann verschwand er.
Als Caitlin wieder kam, war Mark nicht da. „Marki???“ rief sie, doch erhielt keine Antwort. Verlassen stand sie mitten im Zimmer und sah sich um. Ihre Gedanken überschlugen sich und ein flaues Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit. „Verdammt wo ist er bloß???“ Ungeduldig lief sie nun auf und ab und blieb dann vor dem Balkonfenster stehen. Draußen schneite es noch immer, doch der Wind hatte nachgelassen. Mark der schon einige Minuten im „Verborgenen“ stand, beobachtete Caitlin. Sie sah so wunderschön im Kerzenlicht aus. Er spürte das Bedürfnis sie einfach zu nehmen um sie nie wieder loszulassen. Die Liebe die er für diese Frau empfand zerriss ihm fast das Herz. Er hoffte, dass was er ihr „schenken“ wollte, der Beweis für seine Liebe war. Mark schloss seine Augen, holte tief Luft und ging mit leisen Schritten auf Caitlin zu, die mit dem Rücken zu ihm stand. „Hey Babe!“ Erschrocken drehte Caitlin sich um und sah in Marks zärtlich lächelndes Gesicht. „Wo warst d…???“ wollte sie fragen, doch Mark legte einen Finger auf ihre Lippen. „Babe…ich habe dir was zu sagen.“ Ein leichtes Zittern lag in Marks Stimme und sein Herz schlug ihm bis zum Hals. „Hör mir bitte zu…es ist nicht einfach für mich.“ Er räusperte sich, ging auf die Knie und nahm ihre Hand. Seinen anderen Arm verbarg er hinter dem Rücken. „Was machst du da???“ Caitlin ahnte was Mark vorhatte, doch glauben konnte sie es nicht. Babe…BITTE hör mir einfach zu.“ flehte er mit ernstem Gesicht. Schnell ging Mark noch mal die Worte durch die er „vorbereitet“ hatte. Dann sprach er:
„Caitlin…wir sind allein und die Nacht ist still, Deine Augen strahlen wie Diamanten heute Abend, Du bist endlich wieder in meinen Armen, Ich fühle die Magie jedes Mal wenn du in meiner Nähe bist. Ich könnte nicht um mehr bitten, als dich nur in der Nähe zu haben. Du bist etwas ganz Besonderes für mich. Noch nie fühlte ich mich einer Frau so nah. Du…Cait…hast aus mir einen anderen Menschen gemacht. Es war nicht immer leicht mit mir Du bist der Halt für mich den ich brauche Ich weiß dass ich manchmal zuviel von dir verlange. Ich danke dir so unendlich dafür, Und ich danke dir dafür, dass du mich nicht aufgibst. Ich liebe dich Babe! Das ich werde ich immer. Und nun weiß ich, dass ist der richtige Augenblick dir dieses Geschenk heute Abend zu geben.“
In dem Moment zauberte Mark eine weiße Rose hinter seinem Rücken hervor. In ihrer Blüte steckte ein silberner Ring der mit einem funkelnden Saphir besetzt war.
Caitlin glaubte in einem Traum zu sein. Nein es war real. Sie konnte es nicht fassen. Tränen der Rührung liefen ihr unaufhaltsam über die Wangen. Mark erging es nicht anders, er kämpfte mit sich und mit stockender und zitternder Stimme sprach er weiter:
„Ich werde ehrlich zu dir sein, dass bin ich dir schuldig, Du sollst wissen, dass ich derjenige bin, an den du dich wenden kannst Jederzeit, überall und irgendwo. Ich werde immer für dich da sein. Ich knie vor dir nieder Caitlin, Es gibt für mich, hier und jetzt, keine bessere Zeit. Der Moment ist richtig. Heute Abend gebe ich dir mein Herz und diesen Ring als Geschenk.“
„Oh Mark…!“ sagte Caitlin unter Tränen. Mark schüttelte mit dem Kopf und zeigte ihr so, dass er noch nicht fertig war. Ein letztes Mal holte er tief Luft.
„Caitlin Richards…willst du meine Frau werden?“
Mit tränengefüllten, großen erwartungsvollen Augen sah Mark, seine Liebe an und wartete auf ihre Antwort. Caitlin konnte nichts sagen, noch nicht. Noch konnte sie nicht begreifen. Ihr hallten die Worte von Mark immer und immer wieder durch den Kopf. Meinte er es wirklich ernst? Hatte er sie wirklich gefragt? Ein Heiratsantrag???? Oh mein Gott! Sie schluchzte in sich hinein.
„Caitlin…willst du meine Frau werden???“ wiederholte Mark, der nun Angst hatte abgewiesen zu werden. Ein fast nicht zu verstehendes „Ja.“ kam über ihre Lippen. „JA???“ fragte er noch mal nach, nur um sicher zu gehen es richtig verstanden zu haben. Caitlin nickte nun wie wild mit dem Kopf. „Jaaaaaaaaaaa…ich will deine Frau werden!!!“ rief sie lachend. Man konnte sehen wie Mark ein Stein vom Herzen fiel. Schnell nahm er den Ring aus der Rose und steckte ihn Caitlin an den Finger. Mit einem Jubelschrei sprang er auf, hob sie hoch und wirbelte sie im Kreis herum. „Caitlin Richards du machst mich zu glücklichsten Mann der Welt!!!“ rief Mark. Beide brachen in schallendes Gelächter aus.
Morgan und Howard, die erschöpft nebeneinander lagen und sich ansahen, strahlten bis über beide Ohren. Mark „Glücksschrei“ war nicht zu überhören gewesen. Und was das zu bedeuten hatte, war den Beiden sofort klar. Nun war wirklich alles gut.
„Lass mich runter du verrückter Kerl!“ rief Caitlin lachend. Mark folgte ihrer Aufforderung, hielt sie aber weiterhin in seinen Armen. Ihre Augen trafen sich und wieder funkte es zwischen den Beiden. Sie küssten sich, verschmolzen miteinander und verloren sich im Taumel ihrer Gefühle. Eine lange leidenschaftliche Nacht voller Erotik und Extasse trieben Mark und Caitlin in ein für sie nie enden wollendes Wintermärchen.